Naturschutz
 

Der Naturschutz

Die Natur bietet Lebensraum für Pflanzen, Tiere und auch für den Menschen. Sie ist Lebensgrundlage und gleichzeitig auch ein wichtiger Raum für Erholung und Freizeit. Das ist auch ein Grund dafür, dass eine gesunde und intakte Umwelt inzwischen ein wichtiger Standortfaktor ist.

Bedauerlicherweise sind viele Wälder, Wiesen und Flussauen, wie auch viele Tier- und Pflanzenarten aufgrund der starken Inanspruchnahme durch den Menschen in ihrer oft einzigartigen Vielfalt und in ihrem Bestand bedroht. Umweltbelastung durch Schadstoffe und die Veränderung von Lebensräumen etwa durch die Landwirtschaft tragen zu diesem Prozess bei.

Deshalb verfolgt der Naturschutz die Zielstellung des Naturerhaltes bzw. des Erhaltes der natürlichen Lebensverhältnisse von Pflanzen und Tieren. Ebenfalls sollen Natur und deren Nutzung im Sinn einer nachhaltigen Entwicklung in Einklang gebracht werden. Dadurch ist es wichtig, dass Naturschutz nicht nur in besonders geschützten Gebieten Anwendung findet, sondern auch auf landwirtschaftlich genutzten Flächen und in Städten auf einen schonenden und verträglichen Umgang wert gelegt wird.

Der Naturschutz ist ein Gebiet an dem sich alle aktiv beteiligen können, zum Beispiel ganz einfach durch fachgerechte Müllentsorgung, keine Wasserverschwendung oder richtiges Verhalten in der Natur (etwa: kein Feuer im Wald), aber es kann noch weitergehend geholfen werden, indem man bedrohten Tierarten hilft.

 
 

Dazu kann hier ein Beispiel angebracht werden - die Fledermaus.

In unseren Region sind (oder waren) 22 Fledermausarten beheimatet. Der Nachweis der nachtaktiven Tiere ist schwierig, deshalb ist der dramatische Rückgang der Arten nicht zu bemerken. Derzeit sind alle Arten auf der" Roten Liste ", welche besonders gefährdet Tier- und Pflanzenarten auflistet.

auf Stein sitzende Fledermaus

Fledermäuse leisten einen großen Beitrag zum Wohlbefinden, indem sie jede Nacht die Hälfte ihres Körpergewichts an Insekten vertilgen, wie zum Beispiel unliebsame Blutsauger, wie die Stechmücken. Damit ersetzen sie nachts die tagaktiven Vögel. Aber artenreiche Wälder wurden zu Monokulturen und abwechslungsreiche Landschaften zu Agrarsteppen wodurch ein Nahrungsmangel entsteht, welcher durch die Bereitstellung von Flächen für Schutzpflanzungen eingedämmt werden könnte. Schlimmer als die Nahrungsversorgung ist aber die Situation für Sommer- und Winterquartiere. Alte Dachstühle, welche im Vorjahr noch genutzt werden konnten, werden zunehmend ausgebaut und versiegelt, ebenso führt der Einsatz von Pestiziden zu Vergiftungen der Tiere, welche belastete Insekten fressen oder bei Dachstuhlkonservierungen zur Vorsorge gegen Holzschädlinge Giftrückstände im Fell behalten, die bei der Fellpflege mit dem Speichel aufgenommen werden. Ebenso werden Höhlen, Stollen und Bunker zugeschüttet.

Einen weiteren wichtiger Grund für den Erhalt der Tiere stellt ihre Funktion als Bioindikator dar, eine Fledermauspopulation signalisiert ein intaktes ökologisches Umfeld. Die Naturschutzstation Herrenhaide unterstützt die Initiative „Fledermaus komm ins Haus“, durch zahlreiche Fledermauskästen auf den Stationsgelände, welche ähnlich funktionieren wie ein Vogelhaus.

 
 

Die Krötenwanderung

Laich nach der Krötenwanderung im Frühjahr 2008

Die Zeit ist reif und die Kröten müssen wieder den Lauf ihres Lebens vollstrecken.
Die Rede ist von der so genannten: „Krötenwanderung“. Im Frühjahr führen die Tiere ihre massenhaften Wanderungen vom Winterquartier zum Laichgewässer durch.
Sobald ein paarungsbereites Männchen ein Weibchen erspäht, versucht es auf dessen Rücken zu klettern, dass kann auch schon wärend der Wanderung passieren, dann lässt sich das Männchen huckepack zum Gewässer tragen.
Da in vielen Erdkrötenpopulationen ein Überschuss an Männchen herrscht, werden Nebenbuhler mit starken Tritten auf Distanz gehalten. Die Kröten haben aber noch das schwierigste vor sich. Durch Straßenbau werden die Lebensräume der Tiere gefährdet und somit finden viele, wärend ihrer Wanderung, den Straßentod, andere fallen in Gullydeckel und verenden spätestens am Schmutzfangkorb. Durch Glück und Zufall schaffen es dennoch einige Kröten und können nun beruhigt Laichen, das dauert in etwa 6 – 12 Stunden.
Aus dem Laich entwickelt sich nach mehreren Tagen der Embryonalphase, die Kaulquappe. Die Larven schwimmen oft gesellig in breiten oder langgezogenen Schwärmen, dabei sollte man die Fressfeinde nicht außer Acht lassen z.B. Hecht, Flussbarsch sowie Larven von Wasserinsekten.
Nach etwa drei Monaten Wasseraufenthalt erreichen die Kaulquappen die Metamorphose zum lungenatmenden, vierbeinigen Landtier und gehen oft in großen Mengen gleichzeitig ans Ufer.
In freier Natur haben Erdkröten eine Lebenserwartung von höchstens 10 – 12 Jahren. Sie kommen häufig in Laub und Mischwäldern vor aber auch in Totholz, Mauern, Laub, Gebüschen etc. Um diese Art der Kröte zu schützen hat man viele Straßen mit Krötenzäunen ausgestattet. Es gibt sogar Straßen die in der Zeit der Krötenwanderung komplett gesperrt werden, damit nicht noch mehr Tiere wegen der vielen Autos sterben müssen.