Die Zeit ist reif und die Kröten müssen wieder den Lauf ihres Lebens vollstrecken.
Die Rede ist von der so genannten: „Krötenwanderung“. Im Frühjahr führen die Tiere ihre massenhaften Wanderungen vom Winterquartier zum Laichgewässer durch.
Sobald ein paarungsbereites Männchen ein Weibchen erspäht, versucht es auf dessen Rücken zu klettern, dass kann auch schon wärend der Wanderung passieren, dann lässt sich das Männchen huckepack zum Gewässer tragen.
Da in vielen Erdkrötenpopulationen ein Überschuss an Männchen herrscht, werden Nebenbuhler mit starken Tritten auf Distanz gehalten. Die Kröten haben aber noch das schwierigste vor sich. Durch Straßenbau werden die Lebensräume der Tiere gefährdet und somit finden viele, wärend ihrer Wanderung, den Straßentod, andere fallen in Gullydeckel und verenden spätestens am Schmutzfangkorb. Durch Glück und Zufall schaffen es dennoch einige Kröten und können nun beruhigt Laichen, das dauert in etwa 6 – 12 Stunden.
Aus dem Laich entwickelt sich nach mehreren Tagen der Embryonalphase, die Kaulquappe. Die Larven schwimmen oft gesellig in breiten oder langgezogenen Schwärmen, dabei sollte man die Fressfeinde nicht außer Acht lassen z.B. Hecht, Flussbarsch sowie Larven von Wasserinsekten.
Nach etwa drei Monaten Wasseraufenthalt erreichen die Kaulquappen die Metamorphose zum lungenatmenden, vierbeinigen Landtier und gehen oft in großen Mengen gleichzeitig ans Ufer.
In freier Natur haben Erdkröten eine Lebenserwartung von höchstens 10 – 12 Jahren. Sie kommen häufig in Laub und Mischwäldern vor aber auch in Totholz, Mauern, Laub, Gebüschen etc. Um diese Art der Kröte zu schützen hat man viele Straßen mit Krötenzäunen ausgestattet. Es gibt sogar Straßen die in der Zeit der Krötenwanderung komplett gesperrt werden, damit nicht noch mehr Tiere wegen der vielen Autos sterben müssen.