Ordnung und Sicherheit
Informationen zum geltenden Ortsrecht, Rechten und Pflichten der Einwohner und Bürger sowie Grundstückseigentümer und Nutzungsberechtigten
 
 
 
Fällarbeiten in einer Baumkrone
"Der Baum, der dem einen Freudentränen entlockt,
ist in den Augen anderer ein grünes Ding, das im Wege steht."

William Blake, 1799

In seiner Sitzung am 10.09.2012 haben die Mitglieder des Burgstädter Stadtrates die neue Baumschutzsatzung beschlossen. Über die Neuerungen bzw. die Vereinfachung, die mit diesem Beschluss für Sie als Grundstückseigentümer in Burgstädt in Kraft treten, möchten wie Sie hiermit informieren:

Beim Fällen von Bäumen bitte ich Sie, folgendes zu beachten:

Nach dem Sächsischen Naturschutzgesetz ist es verboten, im Zeitraum

vom 01. März bis 30. September eines jeden Jahres

Gebüsch, Hecken, Bäume, Röhrichtbestände und ähnlichen Bewuchs abzuschneiden, zu roden oder in anderer Weise zu zerstören. Im Einzelfall kann die Stadt Burgstädt im Einvernehmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Mittelsachsen Ausnahmen zulassen.
In der vorgenannten Zeit ist es unter Beachtung des Sächsischen Naturschutzgesetzes jedoch möglich, im Fein- bzw. Schwachastbereich Verschnittmaßnahmen durchzuführen, welche der Pflege und Erhaltung, insbesondere aber auch der Verkehrssicherheit dienen.

In der verbleibenden Zeit gilt die Baumschutzsatzung der Stadt Burgstädt vom 19.09.2012. Danach können Bäume bis zu einem Stammumfang von 100cm, gemessen in einem Meter Höhe, sowie Obstbäume, Nadelgehölze, Pappeln, Birken, Baumweiden und abgestorbene Bäume zu fällen.

Bei genehmigungspflichtigen Gehölzen (Bäume ab einem Stammumfang von 100 cm) hat die Stadtverwaltung Burgstädt innerhalb von drei Wochen nach Eingang des Antrages darüber zu entscheiden. Nach Ablauf dieser Frist gilt die Genehmigung als erteilt. Diese Genehmigungs- fiktion schließt die Anordnung von Ersatzpflanzungen nicht aus. Im Übrigen ist das Genehmigungsverfahren kostenfrei.

Bäume und Hecken in Kleingärten nach dem Bundeskleingartengesetz sind grundsätzlich vom Anwendungsbereich der Baumschutzsatzung ausgeschlossen, d.h. die in § 22 Sächsisches Naturschutzgesetz bzw. in unserer Baumschutzsatzung genannten Stammumfänge gelten hier nicht. Jedoch besteht auch hier das Fällverbot in der Zeit vom 01. März bis zum 30. September eines jeden Jahres.

Weiterhin gilt fort, dass für einen genehmigungspflichtig gefällten Baum Ersatzpflanzungen erforderlich werden können. Dabei sollten einheimische Gehölze bevorzugt Verwendung finden. Diese unterliegen dann sofort unserer Burgstädter Baumschutzsatzung.

Die Genehmigung ist schriftlich zu beantragen und ausreichend zu begründen. Der Antrag kann formlos gestellt oder das Angebot auf unserer Internetseite www.burgstaedt.de (Navigationspunkt: Die Stadtverwaltung, Formularservice) genutzt werden.

Fällanträge können das ganze Jahr über gestellt werden. Sie sind bei der Stadtverwaltung im Ordnungsamt einzureichen.

Alle Anträge für Verschnitt oder Fällmaßnahmen werden am Standort des genehmigungspflichtigen Gehölzes durch den Sachverständigen der Stadt Burgstädt geprüft. Genehmigungen zur Fällung werden insbesondere dann erteilt, wenn die Standfestigkeit des Baumes beeinträchtigt ist oder der Baum krank ist.

Durch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Mittelsachsen wurde eine Handreichung zur Verwendung von Gehölzen in der Natur sowie das Pflanzen und die Pflege erarbeitet.

Wenn eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit, insbesondere für Personen oder Sachwerte, durch einen Baum ausgeht, sind sofortige Maßnahmen zu ergreifen. Über die durchgeführten Maßnahmen ist die Stadtverwaltung unverzüglich zu informieren.

Weitere Informationen zur Verfahrensweise "Baumfällantrag" erhalten Sie hier.

auf Befreiung nach § 67 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zur Fällung von
Gehölzen im Zeitraum vom 1. März bis 30. September



weitere zulässige, nicht genehmigungspflichtige Maßnahmen:
- notwendige Schnittmaßnahmen im Fein- und Schwachastbereich (bis 5cm Durchmesser)
- notwendige Unterhaltungsmaßnahmen an Versorgungsleitungen aller Art
- Maßnahmen zur Herstellung des erforderlichen Lichtraumprofils über und an Straßen
- Freischneiden von Verkehrszeichen und Verkehrsleiteinrichtungen
- Pflegemaßnahmen am Ufergehölz im Rahmen der Gewässerunterhaltung

Alle Maßnahmen haben nur in dem tatsächlich notwendigen und erforderlichen Rahmen zu erfolgen!

Wichtiger Hinweis:
Die Unterhaltung von Versorgungsleitungen obliegt dem Versorgungsträger, insbesondere das Freischneiden von elektrischen Freileitungen. Sollten auf Ihrem Grundstück Gehölze in bestehende Freileitungen wachsen, können Sie die Freischneidung über den örtlichen Netzbetreiber, Außenstelle Mittweida, in Auftrag geben: 03727/972260. Hier werden die erforderlichen Daten aufgenommen und eine Firma mit dem Freischneiden beauftragt.
 
Herr Ronny Lindner
Telefon:
(03724) 63-204
Fax:
(03724) 63-206
Herr Carsten Leuschel
Telefon:
(03724) 63-205
Fax:
(03724) 63-202