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Vaterschaftsanerkennung

Ansprechpartner/in
Heike StuckStandort anzeigen
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OrdnungsamtBürgerbüro / BürgerserviceStandesamt
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Brühl 1
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Telefon: 03724 63128
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Standesbeamtin; Sachbearbeiterin Gewässer, Umwelt- und NaturschutzAmt / Bereich
Ordnungsamt
Rathaus
Brühl 1
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Aufgaben:
Erreichbarkeit Standesamt
Telefon: 03724 63 128

Erreichbarkeit Ordnungsamt
(Sachbearbeitung Gewässer, Umwelt- und Naturschutz)
Telefon: 03724 63 125


Allgemeine Informationen

Anerkennung der Vaterschaft nach §§ 1594 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

Verfahrensablauf

Als Vater eines nichtehelichen Kindes haben Sie die Möglichkeit, die Vaterschaft offiziell anzuerkennen. Für das Kind ist dies von großer Bedeutung, weil es erst dadurch Unterhalts-, Erb- und Rentenansprüche erwirbt. Die Anerkennung der Vaterschaft muss daher öffentlich beurkundet werden. Hierfür ist das persönliche Erscheinen vor dem Standesbeamten erforderlich (Vater des Kindes, Mutter des Kindes, ggf. gesetzliche Vertreter bei Minderjährigen Müttern/Vätern).

Die Erklärung zur Anerkennung der Vaterschaft ist im Regelfall jederzeit möglich, auch vor Geburt des Kindes. Bei scheidungsabhängiger Vaterschaftsanerkennung ist die Erklärung spätestens bis zum Ablauf eines Jahres nach Rechtskraft der Ehescheidung abzugeben.

Die Vaterschaftsanerkennung ist bis zu einem Jahr nach der Beurkundung der Erklärung widerrufbar, wenn die Vaterschaftsanerkennung noch nicht wirksam geworden ist (z.B. fehlende Zustimmung der Mutter).

Zuständige Stelle

Die Beurkundung der Vaterschaftsanerkennung sowie den ggf. damit verbundenen Zustimmungserklärungen werden durch das Standesamt vorgenommen. 

Voraussetzungen
  1. Das Kind
  • hat rechtlich gesehen keinen Vater oder
  • wird nach Anhängigkeit eines Scheidungsantrags geboren und die Vaterschaftsanerkennung innerhalb eines Jahres nach Rechtskraft der Ehescheidung erklärt (sogenannte scheidungsabhängige Vaterschaftsanerkennung).
  1. Für die Wirksamkeit der Vaterschaftsanerkennung: die öffentlich beurkundeten Erklärungen
  • des Mannes, der die Vaterschaft anerkennt,
  • der Kindesmutter,
  • gegebenenfalls des Mannes, der im Zeitpunkt der Geburt noch mit der Kindesmutter verheiratet war (bei scheidungsabhängiger Vaterschaftsanerkennung),
  • gegebenenfalls der gesetzlichen Vertreter minderjähriger Eltern (zum Beispiel deren Eltern oder Vormund).
Welche Unterlagen werden benötigt?

Für die Anerkennungserklärung des Vaters:

  • Personalausweis oder Reisepass und die eigene Geburtsurkunde
  • vor der Geburt: Nachweis des voraussichtlichen Geburtsdatums des Kindes (zum Beispiel Mutterpass)
  • nach der Geburt: Geburtsurkunde des Kindes

Für die Zustimmungserklärung der Mutter:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • bei getrennter Erklärung: beglaubigte Abschrift der Anerkennungserklärung des Vaters
  • vor der Geburt: Nachweis des voraussichtlichen Geburtsdatums des Kindes (zum Beispiel Mutterpass)
  • nach der Geburt: Geburtsurkunde des Kindes

Für weitere Zustimmungserklärungen (zum Beispiel gesetzlicher Vertreter minderjähriger Eltern):

  • Personalausweis oder Reisepass
  • beglaubigte Abschrift der Erklärung, zu der die Zustimmung abgegeben wird
  • eventuell Nachweise über die Stellung als gesetzlicher Vertreter

Hinweis: Im Einzelfall können weitere Unterlagen verlangt werden. Erkundigen Sie sich darüber bei der zuständigen Stelle.

Welche Gebühren fallen an?

Die Beurkundung der Vaterschaftsanerkennung und aller weiteren Zustimmungserklärungen ist gebührenfrei. Dem Vater, der Mutter und dem Kind werden jeweils eine gebührenfreie Abschrift der Erklärung ausgehändigt.

Bearbeitungsdauer

Nach vorheriger Terminvereinbarung wird die beabsichtigte Erklärung unverzüglich zur Niederschrift aufgenommen und ausgefertigt.

Rechtsgrundlage
  • § 1592 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – Vaterschaft
  • § 1594 bis 1598, 1599 Abs. 2 BGB – Anerkennung der Vaterschaft
  • § 44 Personenstandsgesetz (PStG) – Erklärung zur Anerkennung der Vaterschaft und der Mutterschaft
Was sollte ich sonst noch wissen?

Rechtsfolgen der Anerkennung (zum Beispiel Unterhaltsansprüche, Staatsangehörigkeit des Kindes) können erst geltend gemacht werden, wenn die Anerkennung wirksam ist, das heißt alle erforderlichen Zustimmungserklärungen beurkundet sind.

Bemerkungen

Steht der Mutter die elterliche Sorge nicht zu (zum Beispiel weil das Kind bereits volljährig ist oder ihr das Sorgerecht für das minderjährige Kind entzogen wurde), muss auch das Kind selbst zustimmen – bei unter 14-jährigen Kindern deren gesetzliche Vertreter (zum Beispiel Vormund oder Ergänzungspfleger).

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