Seit vielen Jahren bringen die Jugendlichen dabei Ideen und Anliegen ein, die zeigen, was junge Menschen in Burgstädt bewegt. Bereits 2018 und 2019 standen Themen wie Freizeitangebote, Grillplätze, Skaterbahnen, WLAN, Treffpunkte für Jugendliche oder die Modernisierung der Schulen im Mittelpunkt.
2020 diskutierten die Schülerinnen und Schüler unter anderem über die Verbesserung des Wettinhains, die Nutzung des Warteraumes am Bahnhof sowie öffentliche Multifunktionssportplätze. Besonders die Verbesserung von Aufenthaltsorten und Freizeitflächen zieht sich seitdem wie ein roter Faden durch viele Planspiele.
Auch in den folgenden Jahren standen immer wieder Themen wie Digitalisierung, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Trinkwasserspender, Sitzgelegenheiten oder öffentliche Toiletten auf der Tagesordnung.
Besonders erfreulich ist, dass verschiedene Ideen aus den Planspielen nicht nur diskutiert, sondern später tatsächlich aufgegriffen und umgesetzt wurden. Ein aktuelles Beispiel ist die Initiative „Kostenlose Hygieneprodukte für Schülerinnen“. Die Idee entstand im Rahmen des Planspiels 2023 und wurde anschließend durch den Jugendstadtrat sowie die Schulen weiterentwickelt. Heute ist das Angebot an allen weiterführenden Schulen umgesetzt worden. Auch das Projekt „Take a Seat“ geht auf Wünsche zurück, die in den Planspielen immer wieder geäußert wurden. Der Jugendstadtrat griff die Anregung nach zusätzlichen Sitzmöglichkeiten im Stadtgebiet auf und setzte entsprechende Projekte um.
Ein weiteres Beispiel ist der Wunsch nach legalen Graffiti-Möglichkeiten, der ebenfalls mehrfach im Rahmen des Planspiels thematisiert wurde. So fand 2025 am Jugendclub bereits ein Graffiti-Workshop zur Gestaltung der Fassade statt. Darüber hinaus werden im Rahmen des Projektes „Wanderspace“ mobile Graffitiwände gebaut, die Jugendlichen kreative und legale Gestaltungsmöglichkeiten bieten.
Auch im Planspieljahr 2026 stand erneut eine Vielzahl alltagsnaher Themen auf der Tagesordnung des Schülerstadtrates. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen insbesondere die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, z.B. durch bessere Busverbindungen, die Modernisierung der Diesterwegoberschule sowie neue Freizeitangebote, wie eine Jugenddisco oder eine Cross-Strecke. Ergänzt wurden diese durch Anliegen zur Nutzung von Sportplätzen und zur Aufwertung des Stadtbildes durch mehr Bänke und Mülleimer sowie zur Straßensanierung.
Damit zeigt sich erneut, dass sich die Jugendlichen aktiv Gedanken über die Zukunft ihrer Stadt machen und konkrete Verbesserungsvorschläge einbringen. Das Planspiel Kommunalpolitik zeigt seit vielen Jahren eindrucksvoll, dass junge Menschen ihre Stadt aktiv mitgestalten wollen und dass aus guten Ideen oft konkrete Projekte entstehen können.
Ihr Bürgermeister
Lars Naumann

