Im Jahr 2028 feiert unsere Stadt ihr 650-jähriges Bestehen. Dieses besondere Jubiläum möchten wir gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Institutionen und Unternehmen würdig begehen. Ein solches Jubiläum ist nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch eine Gelegenheit, auf die Geschichte unserer Stadt zurückzublicken und sie für kommende Generationen festzuhalten.
Damit die Geschichte Burgstädts lebendig erzählt werden kann, soll eine Chronik der Stadt fortgeschrieben werden. Diese soll an die bedeutenden Arbeiten des Heimatforschers Artur Beil (Taura/Burgstädt) anknüpfen. Seine Chronik beschreibt die Entwicklung der Stadt von ihren Anfängen bis ca. zum Jahr 1920. Aufbauend auf diesem Werk soll nun die Geschichte der vergangenen rund hundert Jahre ergänzt und bis in die Gegenwart fortgeführt werden.
Dabei soll nicht lediglich eine Abfolge von Jahreszahlen und Ereignissen entstehen. Ziel ist es vielmehr, die Entwicklung Burgstädts im Zusammenhang mit den großen historischen Linien der Zeit zu betrachten. Ausgangspunkt der Arbeit wird daher ein Zeitstrahl der vergangenen hundert Jahre sein, der wichtige Entwicklungen in Wissenschaft, Gesellschaft und Politik in Deutschland und Sachsen sichtbar macht. Vor diesem Hintergrund sollen dann die jeweiligen Entwicklungen und Veränderungen in Burgstädt dargestellt werden.
Vorgesehen sind thematische Abschnitte unter anderem zur Stadtentwicklung, zur Wirtschaft und Arbeitswelt, Infrastruktur und Verkehr, Bildung und Kultur, Kirchen und sozialen Einrichtungen, Vereinsleben sowie zum Alltag der Menschen in verschiedenen Zeiten. Auf diese Weise lassen sich Entwicklungen über längere Zeiträume hinweg nachvollziehen und in einen größeren Zusammenhang stellen.
Die Chronik soll mindestens den hier Lebenden, Lernenden und Interessierten zur Information und Identifikation dienen. Sie soll Wissen vermitteln und Heimatgefühle wecken. Ein besonderer Schwerpunkt wird deshalb auf persönlichen Erinnerungen von Burgstädterinnen und Burgstädtern liegen. Denn Geschichte besteht nicht nur aus politischen Entscheidungen oder wirtschaftlichen Entwicklungen, sondern vor allem aus den Erfahrungen der Menschen, die hier gelebt und gearbeitet haben. Erinnerungen an Kindheit und Schule, an Arbeit in Betrieben, an das Vereinsleben, an die Zeit der DDR, die politischen Umbrüche um 1989 oder an prägende Ereignisse im Stadtleben können helfen, die Geschichte unserer Stadt lebendig und anschaulich zu erzählen.
Damit möglichst viele Aspekte der Stadtgeschichte und des gesellschaftlichen Lebens berücksichtigt werden können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Gesucht werden Mitstreiterinnen und Mitstreiter, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie historische Quellen.
Wir freuen uns über Hinweise, Materialien und Beiträge, beispielsweise:
• historische Fotos, Dokumente oder Zeitungsartikel
• Erinnerungen, Berichte und Anekdoten aus früheren Zeiten
• Informationen zur Entwicklung von Vereinen, Einrichtungen oder Unternehmen
• besondere Ereignisse oder Geschichten aus dem Stadtleben
Ebenso willkommen sind Bürgerinnen und Bürger, die sich aktiv an der Recherche, an Interviews mit Zeitzeugen oder an der Auswertung von Materialien beteiligen möchten.
Die Fortschreibung der Chronik soll zu einem Gemeinschaftsprojekt der Burgstädterinnen und Burgstädter werden. Ziel ist es, ein lebendiges Bild der Stadtgeschichte der letzten hundert Jahre zu zeichnen – von den Umbrüchen der 1920er Jahre über Krieg und Wiederaufbau, die Zeit der DDR bis hin zur Entwicklung der Stadt seit der deutschen Einheit.
Das so gesammelte Material soll dann zeitgemäß in verschiedenen Formaten aufbereitet werden, als Buch, als digitale Präsentation, ….
Wer sich beteiligen möchte oder über interessante Unterlagen verfügt, ist herzlich eingeladen, sich zu melden. Jede Erinnerung, jedes Foto und jedes Dokument kann ein wertvoller Baustein sein, um die Geschichte unserer Stadt zu bewahren und für kommende Generationen zugänglich zu machen.
Das Jubiläumsjahr soll von vielen Veranstaltungen und Aktionen geprägt sein. Vereine, Initiativen, Einrichtungen, Schulen, Unternehmen und engagierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich mit eigenen Veranstaltungen, Projekten oder Aktionen am Festjahr zu beteiligen.
Mögliche Beiträge können beispielsweise sein:
· Ausstellungen oder Vorträge zur Stadtgeschichte
· Konzerte, Feste oder kulturelle Veranstaltungen
· Vereinsaktionen oder Tage der offenen Tür
· Projekte von Schulen oder Kindertagesstätten
· besondere Veranstaltungen mit Bezug zur Stadtgeschichte
Sollten Sie eine Veranstaltung oder Aktion im Festjahr planen, bitten wir um eine entsprechende Meldung, damit diese in die Planung und Bewerbung des Jubiläumsjahres aufgenommen werden kann. Bitte melden Sie nur konkrete und realistisch geplante Veranstaltungen, damit ein verlässliches Programm entstehen kann.
Darüber hinaus sind auch jede andere Form der Mithilfe, Unterstützung sowie eigenverantwortliches Engagement in der aktuellen Vorbereitungsphase herzlich willkommen und ausdrücklich erwünscht.
Sie haben Informationen oder Zuarbeiten für die Chronik oder zu konkreten Veranstaltungen bzw. Aktionen im Jubiläumsjahr?
Bitte melden Sie sich per E-Mail: jahrfeier@stadt-burgstaedt.de
Ihr Bürgermeister
Lars Naumann

