© wegebundGemeinsam mit Fachleuten, der Stadtverwaltung und dem Projektteam wurden erste Ideen gesammelt, Problembereiche benannt und eine Route für die vertiefende Untersuchung festgelegt. Interaktive Methoden haben dabei geholfen, konkrete Schwachstellen im Fußwegenetz sichtbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis für notwendige Verbesserungen zu entwickeln. Mein besonderer Dank gilt allen Teilnehmenden für ihr Engagement sowie den Expertinnen und Experten für die fachliche Begleitung dieses wichtigen Prozesses.
Der nächste Schritt folgt am 7. Mai 2026: An diesem Tag findet die gemeinsame Begehung statt, zu der ich Sie herzlich einlade. Treffpunkt ist um 17 Uhr an der Kreuzung Kantstraße / Alter Herrenhaider Weg.
Von dort aus werden wir die festgelegte Route gemeinsam begehen und einzelne Abschnitte gezielt in den Blick nehmen. Dabei geht es insbesondere um Fragen der Sicherheit, Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität. Wo fehlen sichere Querungsmöglichkeiten? Wo entstehen Konflikte zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmenden? Und wo gibt es Verbesserungsbedarf im Alltag? Ihre Hinweise, Beobachtungen und Anregungen sind hierbei von großer Bedeutung – denn nur durch den direkten Austausch vor Ort können wir tragfähige und praxisnahe Lösungen entwickeln.
Die Route der Begehung führt vom Treffpunkt aus in Richtung Gymnasium und umfasst mehrere typische Wegeabschnitte, die von vielen Bürgerinnen und Bürgern täglich genutzt werden. Dabei wurden bewusst unterschiedliche Situationen berücksichtigt – von Wohnstraßen über Querungsbereiche bis hin zu Schulwegen –, um ein möglichst umfassendes Bild der aktuellen Bedingungen zu erhalten. Entlang der Strecke werden an ausgewählten Punkten kurze Stopps eingelegt, um konkrete Situationen gemeinsam zu besprechen und Hinweise aufzunehmen.
Ergänzend zu den Vor-Ort-Terminen wird im Rahmen des wegecheck 2026 erstmals auch eine digitale Beteiligung erprobt. Über die Plattform Senf.app wird eine „digitale Begehung“ ermöglicht, bei der Hinweise und Bewertungen bequem online abgegeben werden können – auch von denjenigen, die nicht persönlich teilnehmen können. Die Beteiligung startet parallel zu den Vor-Ort-Begehungen. Entlang der Route werden hierfür QR-Codes angebracht, die direkt zur Umfrage führen und mindestens drei Wochen verfügbar bleiben. Die eingehenden Rückmeldungen werden mithilfe einer integrierten, KI-gestützten Auswertung anschaulich aufbereitet und fließen in den Abschlussbericht ein.
© WegebundEin besonderes Augenmerk legen wir zudem auf die Perspektive der Kinder: Parallel zum Gesamtprozess findet eine eigene Kinderbegehung statt. Der Bereich rund um die Goethegrundschule wird dabei durch die Schülerinnen und Schüler selbst intensiv untersucht. Diese eigenständige Betrachtung ermöglicht es, die spezifischen Bedürfnisse und Wahrnehmungen der jüngsten Verkehrsteilnehmenden noch gezielter zu erfassen. Aus diesem Grund ist die Goethegrundschule nicht Teil der Begehung am 7. Mai. Die Ergebnisse der Kinderbegehung werden selbstverständlich in die Gesamtauswertung einfließen.
Ich lade Sie herzlich ein, sich an der Begehung – ob vor Ort oder digital – zu beteiligen und Ihre Erfahrungen einzubringen. Gemeinsam können wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Burgstädt für alle Generationen noch sicherer, attraktiver und lebenswerter wird.
Eine Anmeldung ist möglich unter wegecheck-sachsen.de/termine – aber auch eine spontane Teilnahme ist willkommen!
Ihr Bürgermeister
Lars Naumann

